Bringt die Telekom Austria Kärnten neue Millionen?
Möglicherweise hat der SK Austria Kärnten einen zahlungskräftigen neuen Sponsor gefunden. Nach einem Bericht der Kleine Zeitung wird das ehemalige ASKÖ Pasching in Zukunft mit dem Schriftzug von Telekom Austria auf Punkte und Torejagd gehen. BZÖ-Politiker Jörg Haider, der sich im großen Umfang für den neu formierten Kärntner Verein engagiert, wollte den Namen des künftigen Geldgebers zwar noch nicht bestätigen, freute sich jedoch über den geschlossenen Deal. Die Höhe der getroffenen Übereinkunft sei beachtlich, es handele sich um eineinhalb Millionen Euro, erklärt der Landeshauptmann.
Für den Politiker ist dies der Beweis, dass die jüngsten Diskussionen, der neu formierte Bundesligist könne Mittel aus der öffentlichen Hand erhalten, völlig deplatziert sei. Es sei das Wichtigste, so Haider, dass man einen Sponsoren gefunden habe, der sich in einer ausgesprochen beachtlichen Größenordnung engagieren wolle. Dies unterstreiche, dass es keinerlei Debatte gebe, ob die Austria Kärnten öffentliche Fördergelder bekomme oder nicht, schließt der 58-Jährige.
Stillschweigen auch von der sportlichen Führung
Auch in der sportlichen Führung des Vereins stand kein Verantwortlicher für eine Stellungnahme bereit. Präsident Mario Canori erklärte schlicht, er habe keinen Kommentar, ob die Telekom Austria, wie von der Kleine Zeitung berichtet, Sponsor seines Klubs sein werde oder nicht. Sicher ist jedoch, dass der Verein dieses Geld gut brauchen könnte.
Der SK Austria Kärnten: Große Ziele – kleine Resultate
Der neue Bundesligist ist noch nicht einmal ein Jahr alt. Erst im letzten Sommer hatten die Mitglieder des ASKÖ Pasching dafür votiert, den Vereinssitz nach Kärnten zu verlegen. Zudem änderten sie die Bezeichnung des Vereins in seinen heutigen Namen. Dieser erinnert ganz bewusst an den früheren SK Austria Klagenfurt, der kurzerhand in FC Kärnten umgetauft wurde. Maßgeblichen Anteil bei dieser Neuaufstellung des Klubs hatte Haider, dem das Übersiedeln der Paschinger angeblich drei Millionen Euro aus der öffentlichen Kasse wert gewesen ist.
Zudem holte der Verein Trainer Walter Schachner, der das Team in den UEFA-Cup führen sollte, wie er zuvor auch schon mit dem Grazer AK getan hatte. Dies sollten Träume bleiben. Schachner musste nach einer komplett missratenen Hinrunde im Dezember gehen. Inzwischen führt der eigentlich als Sportchef geholte Frenk Schinkels das Team als Trainer, nachdem auch die Interimslösung mit Klaus Schmidt nicht den gewünschten Erfolg brachte. Die Austria Kärnten weist sehr viele Baustellen auf, aber mit dem neuen Sponsoren könnte es gelingen, den Verein zumindest wirtschaftlich auf gesunde Füße zu stellen. Den Anhängern des Vereins ist zu wünschen, dass das Team in ruhigere Fahrwasser findet.