Wir sind bereit für ein Wunder!
Freitag, 05.Februar 2010
Das letzte Testspiel vor dem Heimspiel gegen Sturm Graz am 14. Februar absolvierte die Mannschaft gestern gegen den bulgarischen Rekordmeister CKSA Sofia. Die überragende Mannschaftsleistung gegen den übermächtigen Gegner war wirklich sehenswert und macht Mut für die Rückrunde.
Das Spiel ging zwar knapp verloren, aber die Bulgaren, die mit mehreren TV-Teams und Journalisten angereist waren, haben die Mannschaft von Joze Prelogar weit unterschätzt. Einer der bulgarischen Journalisten konnte nicht glauben, dass die Kärntner Mannschaft mit so vielen jungen Spielern in der österreichischen Fußball Bundesliga spielt. Spätestens nach den ersten zwanzig Minuten und zwei guten Torchancen für die Kärntner, wurde selbst dem rumänischen Trainer klar, dass es nicht einfach werden würde, die hohen Erwartungen der mitgereisten Presseleute zu erfüllen. Prelogar stellte von Beginn an jene Mannschaft auf, in die er für die Rückrunde sein Vertrauen gesetzt hat. Diese Mannschaft hat schon zwei/einhalb Spiele in acht Tagen in den Beinen und trumpfte gegen den bulgarischen Champions-League-Teilnehmer auf, als wäre es ein Gegner auf gleicher Augenhöhe. Die Mannschaft passte sich sofort dem Spielverlauf an und ließ in den eigenen Reihen keine Unsicherheiten zu. In einer auffallend guten Form sind derzeit Matthias Dollinger, Thommy Riedl und Wolfi Mair, die mit viel Routine und Abgebrühtheit je nach Situation Ruhe und Dynamik ins Spiel bringen. Gerade diese Qualitäten der Führungsspieler sind wichtig, um im Abstiegskampf konzentriert zu bleiben und nicht die Nerven wegzuschmeißen.
In der zweiten Halbzeit wechselten die Bulgaren zuerst die gesamte Defensivabteilung und das zentrale Mittelfeld. In der 75. Minute ersetzte Trainer Ioan Andone die Offensive. Joze Prelogar wechselte nur dreimal. Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam Sandro für Mair und in der 75. Minute Aleksic für Kaufmann, der nach einem Schlag auf den Knöchel leicht angeschlagen war. In der 80. Minute musste auch Thommy Riedl verletzungsbedingt durch Michael Sollbauer ausgetauscht werden, weil sich Riedl bei einem Foul des Gegners das Standbein verdrehte und mit starken Schmerzen im Knie vom Teamarzt behandelt werden musste. Nach dem Führungstreffer des rumänischen Stürmers Daniel Pancu mobilisierten die Kärntner noch einmal die letzten Kräfte und versuchten, den Ausgleichstreffer zu erzielen. Die beste Möglichkeit hatte Matthias Dollinger am Fuß. Er probierte es mit einem Weitschuss aus 25 Metern, doch der bulgarische Tormann Zdravko Chavdarov war aufmerksam.
Die Partie zwischen Austria Kärnten und dem bulgarischen Rekordmeister war sehr ausgeglichen, mit guten Chancen auf beiden Seiten. Heute reist die Mannschaft zurück in die Heimat. Joze Prelogar hat seinen Spielern bis Montag freigegeben. Zu Beginn der Woche stehen der Mannschaft noch drei schwere Trainingstage bevor, dann möchte der Trainer einen Gang runter schalten und die Mannschaft taktisch auf das schwierige Heimspiel gegen Sturm Graz vorbereiten.





« zurück