SK Austria Kärnten
Der Verein SK Austria Kärnten ist aus dem damaligen Erstligisten ASKÖ Pasching hervorgegangen. Die Vereinsführung des ASKÖ Pasching beschloss am 10. Mai 2007 innerhalb einer Generalversammlung den Umzug nach Kärnten. Ein Grund für die Übersiedlung des Bundesligisten Pasching war das größere Einzugsgebiet, welches das Bundesland Kärnten bietet. Laut Aussagen der damaligen Vereinsspitze war es in Pasching kaum möglich ein Stadion zu füllen. Darüber hinaus versprach, dass für die EURO 2008 geplante Kärntner Stadion, ausreichend Kapazität und modernste Austattung, welche das Stadion zu einem Publikumsmagnet avoncieren lassen könnte. Diese verbesserteten Aussichten ließen den Entscheidungsträgern kaum Zweifel, lediglich vier von siebzig erschienenen Stimmberechtigten, waren gegen eine Übersiedlung des Vereins. Am 1. Juni 2007 wurde der Verinsitz des ASKÖ Pasching nach Kärnten verlegt. Gleichzeitig wurde der neue Name, mit SK Austria Kärnten, festgelegt.
Der Umzug lößte nicht nur bei den Verantwortlichen Freude aus, die gesamte Bundesliga erfreute sich am Beitritt eines neuen, weiteren Bundeslandes. Maßgeblichen Anteil an der Gründung des neuformierten SK Austria Kärnten hatte der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider. In Verhandlungen konnte er Pasching Präsident Franz Grad von einem Umzug überzeugen. Die Übersiedlung des Clubs wurde mit drei Millionen Euro abgegolten. Jörg Haider bestzte die Vereinsführung und den Vorstand des neugegründeten Vereins, überwiegend mit Personen aus seinem politischen Umfeld. So wurde der ehemalige Vizebürgermeister Klagenfurts Mario Canori zum ersten Präsidenten der Austria Kärnten ernannt. Der Kader wurde zum größten Teil aus ehemaligen Spielern des ASKÖ Pasching, FC Kärnten und Absteiger GAK zusammen gestellt. Zu dem wurde mit Walter Schachner ein erfahrener, erfolgreicher Trainer verpflichtet.
In der ersten Spielzeit schaffte die Austria es nicht geschlossenes aufzuspielen und fand sich am 21. Spieltag am untersten Ende der Tabelle wieder. Die Vereinsführung reagierte und trennte sich von Walter Schachner. Ersatz fand die Austria in Klaus Schmidt, welcher jedoch schon am 24. Februar 2008 sein Amt aufgeben musste. Der zuvor zum Sportdirektor ernannte Frank Schinkels übernahm den Trainerposten und schaffte den Klassenerhalt. Im Frühjahr 2008 versuchte Schinkels das Image des Verein, mit Hilfe von jungen, talentierten Spielern aus der Region, attraktiver zu gestalten. Leider konnten keine nennenswerten Verpflichtungen vermeldet werden. Ende 2009 trat Schinkels unter Druck zurück und wurde letztendlich von dem slowenischen Trainer Prelogar beerbt. Nutzen sollte diese Personalveränderung der Austria nichts mehr, die vier Spieltage vor Ende der Saison, als Absteiger feststand. Im folgenden Jahr folgte der Zwangsabstieg in Liga drei, aufgrund der Verweigerung der Lizensvergabe.
Am 14. Juni 2010 meldete der SK Austria Kärntnen, so wie die SK Austria Kelag Kärnten Wirtschaftsbetriebe, welche für die Vermarktung zuständig war, Konkurs an. Vorangegangen waren Konkusverhandlungen bei denen die Schulden beziffert wurden. Mehr als fünf Millionen an Verbindlichkeiten standen 330.000 € an Aktiva des Vereins gegenüber. Schließlich wurden 1,3 Millionen € Schulden anerkannt. Der Tochtergesellschft SK Austria Kärnten Wirtschaftsbetriebe GmbH wurden 1,5 Millionen € an Schulden zugesprochen.
Der Verein stellte den Spielbetrieb ein.